Ich möchte hier heute meine Methode zur Kompostierung von Bio-Abfällen aus dem Hause beschreiben. Angelehnt ist die Methode der von Herwig Pommeresche, wie es in seinem Buch geschrieben steht. Herwig Pommeresche benutzt dazu jedoch frischen Bio-Abfall wie Börje Gustavsson bei seiner Erdisierungsmethode. Ich bevorzuge die Mehtode von Teruo Higa, der den Abfall vorher fermentiert (Bokashi).

Warum vorher fermentieren? Unsere Gartenerde birgt noch einige Krankheiten, die hier und da Auftreten. Da will ich eventuelle Fäulnissprozesse vermeiden. Außerdem ist in unseren „Bio-Eimern“ Holz/Pflanzenkohle und Wildkraut-Ferment beigemischt um das Bodenleben zu fördern. Ein weiterer Grund für die Fermentation ist die Art des Bio-Abfalls. Bei uns sind Südfrüchte, Essensreste und machnmal auch Fleischreste enthalten, die nach der Fermentation weder Ungeziefer anlocken noch Probleme für den Boden darstellen. Die Verwendung von normaler Feuerkohle macht nach der Fermentation ebenfalls keine Probleme mehr mit Dioxinen oder PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

Wie geht’s?

  • Mensch nehme einen Eimer mit Deckel, bedecke den Boden mit Holz- oder Pflanzenkohle, die mit IMO (Wildkraut-Ferment) getränkt ist
  • Dieser Eimer steht in der Küche und wird munter befüllt. Dabei kann schon ordentlich gestampft werden. Das spart Platz und fördert eine sichere Fermentation.
  • Ist der Eimer voll (10 cm Luft lassen) wird er wiederum mit Kohle abgedeckt (5 cm) und mit einer IMO-Lösung (min. 20 %) aufgegossen, bis alle Zwischenräume mit Flüssigkeit gefüllt sind.
  • Der volle Eimer wird geschlossen in den Garten gestellt.
  • Je nach Witterung bleibt der Eimer 5-10 Tage stehen. Hat sich auf der Oberfläche eine weisse Schicht gebildet, ist der Eimer gut durchwirkt.
  • Sind andere Farben als Weiß zu sehen, hat sich ein Schimmelpilz eingeschlichen. Der Eimer sollte dann auf den Kompost entleert werden und nicht im Beet.
  • Jetzt kann im Garten, wahlweise unter Bäumen, neben Sträuchern oder im Gemüsebeet, ein Loch mit den ungefähren Ausmaßen des Eimers gegraben und der Eimerinhalt hineingegeben werden. Mit dem Spaten wird dann die Masse eingestampft. Im Gemüsebeet sollte vermieden werden, dass der fermentierte Bio-Abfall direkten Kontakt mit Pflanzenwurzeln hat.
  • Danach wird die ausgehobene Erde wieder drüber gelegt und die Fläche abgemulcht.
  • Fertig.

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