Nutze die natürlichen Kräfte!

Nutze die ursprünglichen Nährstoffe der Samen!

Alle Samen haben ihr eigenes Eiweis (Endosperm). Eiweis ist der ursprüngliche Nährstoff seit Beginn der Schöpfung. Es ist eine Konzentration aus Lebenskraft, Anpassungsfähigkeit und Überlebenskraft. Für Samen ist das Eiweis wie für Neugeborene die Muttermilch. Kunstdünger ersetzt das Eiweis wie Kuhmilch die Muttermilch. Der Möglichkeit beraubt den ursprünglichen Nährstoff (welcher nicht nur aus Substanzen besteht) aufzunehmen, fehlt es den Samen und Neugeborenen heutzutage an Gesundheit und Liebe.

Außerdem ist es wichtig dafür zu sorgen, dass die Samen eine Umgebung vorfinden, in der sie ihr volles Potential ausschöpfen können. Obwohl frisch gekeimte Samen nur Nährstoffe vom Eiweis aufnehmen können, setzt die moderne Landwirtschaft auf nitratorientierte Düngung. Durch die erzwungene Aufnahme des Nitrats wird der natürliche Zustand gestört.

Natural Farming benutzt keinerlei Kunstdünger zur Stärkung der Kulturpflanzen. Und doch ist Natural Farming nicht mit einer lückenhaften, primitiven Landwirtschaft zu vergleichen. Natural Farming basiert auf einer ausgreiften und einheitlichen Theorie des Nährstoffkreislaufs. Jegliches Boden-, Pflanzen- und Tiermanagement ist auf der Theorie des Nährstoffkreislaufs zurückzuführen. Wir werden uns ausgiebig mit dieser Theorie auseinandersetzen.

Nutze indigene Mikroorganismen!

Wie auch im Bioanbau weit verbreitet nutzt Natural Farming Mikroorganismen zur Förderung des Landbaus. Die Mikroorganismen, die von unseren Farmern verwendet werden, sind indigen (IMO) und werden von ihnen selbst hergestellt. Natural Farming rät dringend vom Gebrauch der im Handel erhältlichen Mikroorganismen ab. Die fremden und künstlich produzierten Mikroorganismen sind nicht nur ineffektiv, sie können auch das heimische Bodenklima empfindlich stören. Natural Farming nutzt zuverlässige, leicht zu vermehrende, günstige und darüber hinaus äußerst effektive Mikroorganismen.

Um ein gesundes, kräftiges und ausgeglichenes Mikroklima zu etablieren, sind indigene Mikroorganismen (IMO) unerlässlich. Wenn in diesem Sinne das Umfeld der Pflanzenwurzeln geschaffen wird, entwickelt sich ein kooperatives Verhältnis zwischen Wurzel und Mikroorganismen. Die Pflanzen gedeihen gut und sind unempfindlich gegenüber schlechtem Wetter, Hitze- oder Kälteeinwirkungen, lange Regenperioden oder Trockenheit. Und auch oberhalb des Bodens entwickelt sich ein gesundes Verhältnis von Mikroorganismen. In solch einem gesunden Zustand sorgen die Aufbau- und Abbauprozesse für einen optimalen Nährstoffhaushalt und die Pflanzen sind widerstandsfähig gegenüber schädlichen Einflüssen.

Die wichtigsten Mikroorganismen, die wir brauchen sind:

  • Photosythesebakterien für die Kohlenstoffaufnahme
  • Azotobacter zur Nitrataufnahme
  • Actinomycetales zur Unterdrückung von Krankheiten
  • Hefepilze zur Aufschlüsselung der Kohlehydrate (Saccharide)
  • Milchsäurebakterien um organische Masse in anaerober Umgebung aufzubrechen
    sowie die mysteriöse Mischung aus unzähligen bekannten und unbekannten Lebensformen, die gemeinsam eine enorme Kraft entwickeln.

All diese Mikroorganismen müssen aus der direkten Umgebung stammen und bei Umgebungstemperatur kultiviert werden. Nur dann sind indigene Mikroorganismen kräftig und anpassungsfähig. Künstlich hergestellte Bakterien hingegen lebten nicht unter den rauen Bedingungen wie die indigenen. Sie haben nicht die Kraft, sich den natürlichen, realen umständen anzupassen. Sie sind eher als eine Invasion auf heimische Mikroorganismen anzusehen. Sie stören das natürliche Gleichgewicht.

Chemikalien – Insektizide, Pestizide, Herbizide usw. zerstören die Mikroorganismen und machen natürliche Reaktionen der Pflanzen unmöglich. Die Nutzung von Chemikalien zur Problemlösung schafft nur noch mehr Probleme.

Maximiere vorhandenes Potential!

Natural Farming ist eine bemerkenswerte Methode die wenig kostet, Erträge erhöht, die Qualität verbessert und, sie ist umweltfreundlich. Oftmals, wenn Menschen biologischen Anbau betreiben wollen, gehen sie zurück zu primitiven Praktiken und abrupten Verzicht auf Chemikalien. Damit ernten sie Krankheiten, Ertragseinbußen, Verschlechterung der Produktionsqualität und eine invasive Verbreitung von Wildkräutern und Schädlingen. Dagegen ist Natural Farming eine Traumtechnologie mit der fast alles erreicht werden kann, was mensch von einer Landwirtschaft erwartet. Wie ist das möglich? Oder besser: ist es möglich, dass es möglich ist?

Die Grundphilosophie von Natural Farming ist es, vorhandenes Potential einer Lebensform zu maximieren und die Harmonie mit dem Umfeld zu fördern. Natural Farming verhindert Krankheiten dadurch, dass es die Kulturpflanzen und Nutztiere gesunden lässt. Es handelt sich hierbei nicht um eine geschickte Verarbeitung von Chemikalien. Auch nicht um die Lösung von Gesundheitsproblemen. Es ist keine High-Tech-Überinvestition, welche künstlich einen Mensch gewollten Zustand kreiert. Natural Farming maximiert die Erträge indem es heilt und fördert und der Pflanze und dem Tier erlaubt das Beste, was sie haben zu geben. Anstatt das Letzte herauszuquetschen, solange es sich noch rentiert. So ein Eingriff ist praktische Gewalt.

Natural Farming gibt eine ordnungsgemäße Form, nutzt den Nährstoff-Kreislauf, respektiert die Rechte der Pflanzen und Tiere und die der Landwirte und gibt die angemessene Menge des angemessenen Materials zum angemessenen Zeitpunkt. Es reduziert die Kosten, weil die notwendigen Bestandteile von den Landwirten selbst erstellt werden. Selbstgemacht ist nicht nur günstiger, es funktioniert auch besser.

Natural Farming nutzt ebenfalls alles, was von der Natur gegeben wird anstatt immer wieder neue Ressourcen zu ergründen. Sonne, Luft, Wasser, Boden, Wärme, Mikroorganismen sowie Enzyme sind Geschenke und nützliche Werkzeuge der Natur. Jegliche Lebensform ist in einem komplexen Kreislauf eingebunden und erhält sich selbst, solange es nicht von Menschenhand daran gehindert wird. Wir konzentrieren uns auf Wege, das vorhandene Potential der Pflanze optimal zu nutzen anstatt auf Arbeitskraft und Wissen zu bauen. Natural Farming entwickelt Möglichkeiten, die Geschenke der Natur auf dem Feld, im Gewächshaus und bei der Tierhaltung im vollen Umfang einzusetzen.

Natural Farming ist in keinem Fall ein Rückschritt. Es ist ein Sprung in die Zukunft! Natura Farming verweigert sich nicht der Wissenschaft, bevorzugt jedoch eine ganzheitliche Wissenschaft. Natural Farming ist eine Methode um komplett auf Chemikalien zu verzichten und zwar nicht aus Nettigkeit der Umwelt gegenüber sondern weil wir es nicht brauchen.

Verzichte auf Kunstdünger!

Natural Farming konzentriert sich auf Wachstumsmanagement, welches das vorhandene Potential der Pflanzen freilegt. Um das zu erreichen, müssen wir die Lebenskraft verstehen und fördern. Kunstdüngung und ähnliche Praktiken missachten diese Lebenskraft. Die moderne Landwirtschaft geht davon aus, dass künstlich erzeugte Lebensbedingungen gute Ergebnisse erzielen könnten.

Säe die Saat ohne Bodendüngung!

Es ist eine weit verbreitete Praxis, 60-70% der Düngemittel vor den Pflanzen als Bodenhilfsstoff aufs Feld zu bringen. Einige Landwirte halten dabei Nitrat für äusserst wichtig. Jedoch, wenn Dünger als Bodenhilfsstoff im Boden vergraben ist und vom Sauerstoff abgeschnitten, verschlechtern sich die Bodenverhältnisse. Es entweichen Gase und die Wurzeln ersticken. Bodendüngung ist nicht förderlich für den Nährstoffkreislauf der Pflanzen.
Samen, die in natürlicher Umgebung keimen, finden ein reichhaltiges Nahrungsangebot im Boden. Sobald sie auf menschliche Hilfe angewiesen sind,

  • hören sie auf sich kräftig zu entwickeln
  • verlieren die Fähigkeit für ihr eigenes Überleben zu sorgen
  • werden bequem und wählerisch bei der Nahrung
  • unfähig Entbehrungen zu ertragen
  • sie bevorzugen Kunstdünger statt des natürlichen Eiweisses

Beim Natural Farming starten die Samen nach der Behandlung mit der Saatbehandlungslösung (SES) selbstständig ihre eigene Entwicklung. Die einzigen Zusätze für das Keimen sind reichich Sauerstoffversorgung und angemessene Temperaturen. Der Samen sollte es schaffen, nur mit vorhandenen Nährstoffen des Eiweisses zu spriessen. Düngemittel werden nicht zur Wachstumsförderung der Hauptwurzel, Nebenwurzel oder den Härchenwurzeln verabreicht. Dicke, kurze, breite Keimblätter sind anzustreben.

Zusätzliche Düngemittel werden danach aufgebracht und bestehen ausschliesslich aus natürlichen Stoffen wie Mischkompost [(MC)] und fermentiertem Pflanzensaft [(FPJ)] – Kein Kunstdünger!

Wie viel Dünger wird benötigt?

Gehen wir mal davon aus, die Wurzel von Pflanze A ist 1 und die Wurzel von Pflanze B ist 10. Würdest du die selbe Düngemenge für beide Pflanzen einsetzen? Wenn nicht, wie viel sollten beide bekommen? Die Antwort lautet:

  • Wenn A 10 bekommt
  • braucht B nur 1

Es wird den gleichen Effekt haben. Die Wurzeln von B besitzen 10x mehr Aufnahmefähigkeit also reich ein zehntel der Düngemenge von A.

Wenn du die Natural-Farming-Mehtode verwendest, maximierst du das Wurzelwachstum. Zusätzlich noch Kunstdünger zu verwenden ist weder nötig noch ratsam. Natural Farming rät vom Einsatz des Kunstdüngers ab, da es die Arbeit von Natural Farming ungünstig beeinträchtigt. Beachte den Mischkompost, mache die Pflanzen auf leichtem Wege gesund und aufnahmefähig. Bevor du dein Feld mit Dünger begießt, mache dein Feld leistungsfähig.

Verzichte auf Bodenbearbeitung!

Konventionelle Landwirte pflügen ihren Acker tief während der Faulpelz schläft. Denn nach dem Pflügen wird der Boden weich und luftig. Die Leute denken, dass seien ideale Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum. Ist das denn wirklich so? Nach der Bodenbearbeitung wird der Boden zwar weich aber der Pflug bricht die Bodenschichten in kleine Teile auf. Unbearbeitete Bodenschichten

  • sind voll von guten Stoffen
  • beinhalten viel Sauerstoff
  • sind wasserdurchlässig

Sie stellen ein gutes Zuhause für die Mikroorganismen bereit. Jedoch, wenn die Schichten auseinander gebrochen werden, wird der Boden nach einigen Regenfällen steinhart.

Mechanische Bodenbearbeitung raubt der Pflanze das Potential, das in ihr steckt. Die Pflanzen sind kurz nach dem Keimen noch kräftig und voller Energie. In diesem Stadium sollten sie in einem zähen Boden Wurzeln schlagen um selbst zäh und widerstandsfähig zu werden. Dann besitzen sie die Fähigkeit durch härtesten Boden zu stechen. Wenn du jedoch dein Feld pflügst, bekommst du ein Problem: Im bearbeiteten Boden durchwachsen die Wurzeln der geschwächten Pflanze nur die ersten 25 cm. Danach kommt unbearbeiteter Boden, der zu hart ist für die schwachen Wurzeln. Kein Pflug kommt tiefer als 25 cm. Eine starke Pflanze wächst jedoch über einen Meter in den Boden

Bei Natural Farming brauchen wir nicht zu pflügen. Stattdessen nutzen wir die natürlichen Bodenbearbeiter:

  • Aerobe und anaerobe Bakterien
  • Pilze
  • Regenwürmer
  • Maulwurfsgrillen
  • Maulwürfe

Das Wunder kommt nach zwei bis drei Jahren. Beispiel: Ein Obstgarten mit steinharten Boden wurde auf die Natural Farming Methode umgestellt. Der Farmer verzichtete auf die Bodenbearbeitung. Als er nach einiger Zeit einen zwei Meter langen Stab in den Boden stach, war der Boden butterweich. Bei der Verwendung von IMO kann sich der Boden aufblähen wie ein Luftballon. Der Boden ist dann voll von Sauerstoff und Lebewesen.

Verzichte auf Herbizide!

Jedermann würde der Behauptung zustimmen, dass die Unkräuter einem Kopfschmerzen bereiten. Was kann Natural Farming, was Herbizide nicht können? Wir sagen, es gibt viele und bessere Methoden dem Unkraut zu begegnen als Gift.

Nicht pflügen heißt, kein Unkraut zu vermehren. Pflügen bringt die vergrabenen Samen an die Oberfläche. Also: wenn du jedes Jahr dein Feld pflügst, vermehrst du auch das Unkraut. Lasse Dein Unkraut keimen und kontrolliere es, bevor es sich vermehrt und du wirst keine Schwierigkeiten mehr mit Unkraut haben.

Nutze die Mulchtechnik, wenn sie nicht ganz verschwunden sind. Benutze keine Plastikabdeckungen um die Samen zu ersticken. Stroh ist das beste Mulchmaterial, wegen der vielen Mikroben, die auf ihm wohnen. Eine Mulchdecke unterdrückt das Keimen des Unkrauts, hält die Feuchtigkeit und hält den Boden auf Temperatur.

Eine weitere Methode von Natural Farming um das Wachstum von Unkraut zu stoppen ist, den Pflanzen ein Konzentrationsproblem zu bereiten. In der Hauptsache verwenden wir Apfelessig um das Unkraut verkümmern zu lassen.

Beim Natural Farming können wir auch auf das Mulchen verzichten. Lasse das Gras stehen, denn es hat seinen Grund dort zu sein. Mensch nennt es Wildgras-Mulchen:

  • Das Wildgras hält ebenso die Feuchtigkeit
  • schützt vor direkter Sonne
  • stellt ein Zuhause für Mikroben und andere kleine Lebewesen bereit
  • lässt die Luft tief durch den Boden zirkulieren
  • verhindert Erosionen
  • und produziert Nährstoffe

Brauchst du da noch Herbizide?

Null Emissionen bei der Tierhaltung

Natural Farming braucht kein Abwassermanagement. Die Ausscheidungen der Tiere werden auf dem Boden behandelt. Der Stall ist das Abwassermanagement, Düngeproduzent und Essensmischer. Die Arbeiten werden von Mikroben erledigt. Die Kraft indigener Mikroorganismen und eine wechselseitige Kooperation nennt sich diese Traumtechnologie!

  • Kein Abwasser wird produziert
  • keine Ausscheidungen vergeudet.

Alle Abfallstoffe werden recycled und zu Ressourcen umgewandelt. Der Materialkreislauf ist geschlossen. Die Antwort liegt nicht bei den teuren State-of-the-Art Technologien oder irgendeinem externen Abfallmanagement. Wir sollten die Natur für uns arbeiten lassen.

Säe wenig, ernte mehr!

Im Allgemeinen denkt der Landwirt, wenn er mehr Samen pro Fläche aussät, hat er auch höhere Erträge. Das ist jedoch weit entfernt von der Wirklichkeit. Natural Farming empfiehlt dir, spärlich zu säen. Spärlich heisst nämlich nicht weniger ernten. Ebenso wie konventionelle Landwirte [NPK] bevorzugen, bevorzugt Natural Farming die unscheinbaren Nährstoffe wie Sonnenlicht und Luft.

  • Die spärlich gesäten Pflanzen bekomen ausreichend Sonne
  • Luft kann durch die Reihen ziehen
  • sie müssen nicht um Nährstoffe streiten

Das dichte Säen ist das Ergebnis von menschlicher Gier; begleitet von der trügerischen Annahme, wer mehr sät wird mehr ernten.

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