Wildkraut-Ferment ist eine wässrige Lösung, die aus einer Mischung von Wildkräutern hergestellt wurde. Es handelt sich vorwiegend um die ersten Pflanzen, die sich gegen den Winter durchgesetzt haben und den Frühling einleiten. Sie stecken voller Kraft und Durchsetzungsvermögen. Dadurch reichert sich die Lösung mit einer Vielzahl von indigenen (heimischen) Mikroorganismen an.

Die Pflanzenteile werden an naturbelassenen Orten vor Sonnenaufgang und  nur an bestimmten Tagen gesammelt. Der Besatz an Mikroorganismen ist in der Nacht am höchsten und nimmt im Morgengrauen mit dem Schwinden des Morgentaus stetig ab.

Nach dem ersten Fermentationsprozess werden noch weitere Wildkräuter zugeführt um die Vielseitigkeit zu fördern. Die Lösung enthält darüber hinaus Chlorophyll, Enzyme, pflanzeneigene Hormone, Mineralien und andere Spurennährstoffe. Diese werden mit einer speziellen Methode den Pflanzen entzogen und durch die pflanzenbürtigen Mikroorganismen organisch gebunden. Die Urlösung enthält all das, was unsere heimischen Wildpflanzen widerstandsfähig und vital macht.

Kleine Anleitung zum Selbermachen: ⇒Wildkraut-Ferment PDF (rechts klicken und Datei speichern)

Keine künstliche Wärme bei der Vermehrung

  • Säure bildende Mikroorganismen tendieren eher zur Kühle denn zur Wärme. Eine aktive Mikroorganismen-Lösung strebt selbst im Sommer 4 C° an. Ebenso friert die Lösung im Winter nicht ein. Ein Ansatz unter künstlicher Wärmeeinwirkung bringt zwar den „Effekt“ der schnellen Vermehrung, jedoch nur der Mikroorganismen, die sich bei der gewählten Temperatur wohl fühlen – das ist bei Milchsäurebakterien auch im Alltag bekannt. Beispielsweise beim Joghurt (rund 27 C°) oder Sauerteig (rund 55C°). Indigene Mikroorganismen sind seit Jahrtausenden bestens auf unser Klima eingestellt. Frost , Feuchtigkeit und Kühle macht ihnen nichts aus. Ich vermehre sie auch im Winter draußen.

Warum Wildkräuter?

  • Wildkräuter sind bei uns die stärksten Pflanzen im Frühjahr. Innerhalb kürzester Zeit kommen sie ins Wachstum und strotzen jeglichen äußeren Widrigkeiten. Das wollen wir natürlich auch bei unseren Kulturpflanzen erleben.

Nur biologische Zusätze

  • Alle externen Zusätze, wie Zucker oder Getreide sind in zertifizierter Bio-Qualität – ausgenommen ist das Urgesteinsmehl.

Haltbarkeit

  • Die Urlösung sollte innerhalb der jeweiligen Vegetationsperiode aufgebraucht werden (Frühling, Sommer, Herbst). Erfahrene Anwender können die Urlösung auch länger verwenden.

Vermehrung

  • Bei der Wildkraut-Ferment-Urlösung handelt es sich um eine gesättigte Mikroorganismen-Lösung. Diese kann durch Zugabe von 10% Rohrohrzucker oder ähnlichen Zuckern (kein Weisszucker!) vermehrt werden. Ich empfehle die Urlösung nur ein Mal zu vermehren, damit die Vielfalt dieser wunderbaren Symbiose weitestgehend erhalten bleibt. Erfahrene Anwender können sich die Urlösung auch selbst herstellen.

Gerne berate und begleite ich Dich während der Einführung indigener Mikroorganismen in deinem System. Die Mikroorganismen sind vielfaltig einsetzbar. Wenn das Prinzip verstanden wurde, kannst Du selbst kreativ mit dem Einsatz umgehen.